Henning: "Wenn ich noch jemandem in den Hintern treten muss..."
André Henning war zwar nicht in die Party-Pläne seiner WM-Helden eingeweiht, eines wusste der Erfolgstrainer der deutschen Hockey-Männer schon vor Beginn der wilden Nacht dafür umso besser. Nach all den Jahren, Monaten und Wochen des harten Trainings für das insgesamt vierte deutsche WM-Gold müsse man "auch mal loslassen", erklärte Henning bei MagentaTV und ergänzte lachend: "Wenn ich noch jemandem in den Hintern treten muss, dass sie es tun, dann werde ich sie zur Party treten, ja."
Generell halte er sich im Vorfeld zurück, erklärte Henning am Sonntag nach dem nervenaufreibenden 1:0 (0:0) gegen Spanien im Finale: "Ich sage immer, plant gerne irgendwas mit irgendwelchen Leuten im Hintergrund, ich will nichts hören". Irgendetwas werde stattfinden, versicherte der Coach, schließlich sei WM-Gold "ein Lebensprojekt, wie oft wirst du Weltmeister? Okay, manche vielleicht zweimal", sagte Henning und lachte: "Aber eigentlich ist das fast ein Once-in-a-Lifetime-Moment."
Durch den Sieg gegen die Spanier, die dem DHB-Team in der Zwischenrunde die einzige Niederlage im Turnier zugefügt hatten, zog Deutschland nicht nur mit WM-Rekordsieger Pakistan gleich, sondern verteidigte als erste Nation bei den Männern zum zweiten Mal seinen Titel. 2002 und 2006 feierte die Auswahl des Deutschen Hockey-Bundes (DHB) einen Back-to-Back-Erfolg, das Kunststück wiederholten Henning und Co. mit dem Triumph von 2023 und dem Sieg von Sonntag nun.
"Ich glaube, es wird heute lange gehen", sagte Matchwinner Michel Struthoff, der den goldenen Treffer erzielt hatte (44.), dem Sport-Informations-Dienst (SID): "Schauen wir mal, wie lange wir wach bleiben."
H.Rathmann--HHA