Hamburger Anzeiger - "Zutiefst besorgt": Auch CONCACAF und AFC kritisieren FIFA

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"Zutiefst besorgt": Auch CONCACAF und AFC kritisieren FIFA
"Zutiefst besorgt": Auch CONCACAF und AFC kritisieren FIFA / Foto: - - picture-alliance/imageBROKER.com/Logo Factory/SID

"Zutiefst besorgt": Auch CONCACAF und AFC kritisieren FIFA

Nach der Europäischen Fußball-Union (UEFA) haben auch die Kontinentalverbände CONCACAF und AFC Kritik an den Plänen des Weltverbandes FIFA, Teil der Weltmeisterschaft an private Investoren zu verkaufen, geäußert. Insbesondere den aus ihrer Sicht intransparenten Prozess rückte die CONCACAF in den Fokus: "Wir sind zutiefst besorgt über das Fehlen eines ordnungsgemäßen Verfahrens", teilte der Verband für Nord- und Mittelamerika sowie der Karibik gegenüber dem englischen Guardian mit.

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"Als Führungskräfte im Fußball sind wir die Hüter des Sports", hieß es zudem in der Erklärung, "gemeinsam tragen die FIFA, die Konföderationen und jeder Mitgliedsverband die Verantwortung, stets im besten Interesse des Sports zu handeln." Jede Entscheidung müsse von guter Führung, soliden Prozessen und langfristiger Verantwortung geleitet sein, erklärte der Verband, "dies ist der Rahmen, innerhalb dessen die CONCACAF agiert. Wir vertrauen darauf, dass alle innerhalb der FIFA-Familie in gleicher Weise handeln werden."

Auch der asiatische Verband AFC zeigt sich "enttäuscht", dass "eine Angelegenheit von solcher Tragweite an die Öffentlichkeit gelangte, bevor der AFC-Familie die Gelegenheit gegeben wurde, diese über die geeigneten und etablierten Governance-Kanäle zu prüfen und zu erörtern". Man sei der Meinung, dass "Initiativen dieser Größenordnung und Tragweite auf den Grundsätzen guter Führung, Transparenz und sinnvoller Konsultation beruhen" müssten, so der in Kuala Lumpur ansässige Verband.

Die englische Times, der Telegraph und die Financial Times hatten am Dienstag berichtet, dass FIFA-Präsident Gianni Infantino über eine neu zu gründende Tochterfirma namens FIFA Forward Enterprise (FFE) Anteile an der Fußball-WM an private Investoren abtreten will. Die FIFA bestätigte das Vorhaben in einer Mitteilung am Abend weitgehend. Basierend auf einer Unternehmensbewertung von 20 Milliarden US-Dollar werde die FFE in diesem Jahr bis zu 4,2 Milliarden US-Dollar aufbringen. Laut den Berichten sollen bis zu 20 Prozent der Anteile verkauft werden.

Die UEFA hatte mit Bezug auf diese Pläne bereits mitgeteilt, dass dadurch eine "Grenze überschritten" werde, "die die führenden Institutionen des Fußballs niemals überschreiten dürfen. Die UEFA nimmt diese Angelegenheit äußerst ernst. Das sollten auch alle nationalen Fußballverbände tun", heiß es in einer Mitteilung. Laut Sky, ESPN und Bloomberg soll bei der UEFA noch in dieser Woche eine Dringlichkeitssitzung abgehalten werden, bei der auch über einen möglichen Boykott der Weltmeisterschaft gesprochen werden soll.

J.Burmester--HHA