Letzte Nachrichten
Plädoyers in Terrorprozess gegen früheren Soldaten Franco A. sollen beginnen
Im Prozess um mutmaßliche Terrorpläne des früheren Bundeswehrsoldaten Franco A. vor dem Oberlandesgericht in Frankfurt am Main sollen in der Verhandlung am Montag (10.00 Uhr) die Plädoyers beginnen. Das Gericht möchte nach eigenen Angaben die Beweisaufnahme schließen, danach soll die Bundesanwaltschaft mit ihrem Schlussvortrag beginnen. Das Plädoyer der Verteidigung und das sogenannte letzte Wort des Beschuldigten wären demnach für Freitag vorgesehen.
EU-Außenminister beraten über Unterstützung für die Ukraine
Die Außenminister der Europäischen Union beraten am Montag in Luxemburg über weitere Unterstützung für die Ukraine im russischen Angriffskrieg (ab 09.00 Uhr). Erwartet werden Stellungnahmen zu dem Vorschlag der EU-Kommission, der Ukraine den Status eines Beitrittskandidaten zu verleihen. Die Entscheidung dürfte dann auf dem EU-Gipfel fallen. Dazu kommen die Staats- und Regierungschefs am Donnerstag und Freitag in Brüssel zusammen.
Selenskyj warnt vor noch heftigeren russischen Angriffen in der Ukraine
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj warnt vor noch heftigeren russischen Angriffen in der Ukraine. "Natürlich erwarten wir, dass Russland seine feindliche Aktivität in dieser Woche verstärkt", sagte Selenskyj am Sonntagabend in seiner abendlichen Videobotschaft. Er ergänzte: "Wir bereiten uns vor. Wir sind bereit."
Gustavo Petro wird der erste linke Präsident Kolumbiens
Mit Gustavo Petro wird zum ersten Mal ein linksgerichteter Politiker Präsident von Kolumbien. Nach der Stichwahl vom Sonntag liegt Petro laut der kolumbianischen Wahlbehörde nach Auszählung fast aller Stimmen uneinholbar vorne. Demnach erhielt der Senator 50,47 Prozent der Stimmen. Sein Gegner, der rechtsgerichtete Millionär Rodolfo Hernández, kam auf 47,27 Prozent.
Österreich will abgeschaltetes Kohlekraftwerk reaktivieren
Angesichts gedrosselter russischer Gaslieferungen hat Österreich beschlossen, ein abgeschaltetes Kohlekraftwerk zu reaktivieren. Das Bundeskanzleramt in Wien gab am Sonntag bekannt, die Behörden und der größte österreichische Stromerzeuger, der Verbund-Konzern, arbeiteten daran, das Kraftwerk im südösterreichischen Mellach wieder für den Betrieb mit Kohle zu rüsten. Oberstes Ziel sei es, die Gasversorgung Österreichs sicherzustellen, sagte Bundeskanzler Karl Nehammer am Sonntag.
Linker Gustavo Petro zum Präsidenten Kolumbiens gewählt
Mit Gustavo Petro wird zum ersten Mal ein linksgerichteter Politiker Präsident von Kolumbien. Nach der Stichwahl vom Sonntag liegt Petro laut der kolumbianischen Wahlbehörde nach Auszählung fast aller Stimmen uneinholbar vorne. Demnach erhielt der Senator 50,47 Prozent der Stimmen. Sein Gegner, der rechtsgerichtete Millionär Rodolfo Hernández, kam auf 47,27 Prozent.
Konservative Volkspartei gewinnt Regionalwahl in Andalusien deutlich
Die konservative Volkspartei PP hat die Regionalwahlen in der südspanischen Region Andalusien deutlich gewonnen. Nach Auszählung von 90 Prozent der Stimmen kam die PP am Sonntagabend auf 57 der 109 Sitze im andalusischen Regionalparlament und kann damit alleine regieren. Das Ergebnis ist eine schwere Schlappe für die Sozialisten von Ministerpräsident Pedro Sánchez vor der Parlamentswahl Ende kommenden Jahres.
Schlappe für Macron: Sein Wählerbündnis verliert absolute Mehrheit im Parlament
Der gerade erst wiedergewählte französische Präsident Emmanuel Macron hat bei der Parlamentswahl eine heftige politische Niederlage erlitten. Sein Wahlbündnis Ensemble verfehlte nach Hochrechnungen vom Sonntag die absolute Mehrheit deutlich. Überraschungssieger ist die rechtspopulistische Partei Rassemblement National, die von derzeit sechs auf 75 bis 95 Sitze kommen dürfte. Das Linksbündnis Nupes löst die konservativen Republikaner als stärkste Oppositionskraft ab.
Formel 1: Verstappen siegt in Kanada
Formel-1-Weltmeister Max Verstappen hat den Großen Preis von Kanada gewonnen und die Serie seines Red-Bull-Teams auf sechs Siege ausgebaut. Bei seinem 26. Grand-Prix-Erfolg und dem bereits sechsten der Saison verwies der 24-Jährige Carlos Sainz im Ferrari und Rekordweltmeister Lewis Hamilton im Mercedes auf die Plätze.
Hunderte Menschen in Brandenburg müssen wegen Waldbränden ihre Häuser verlassen
Zwei sich schnell ausbreitende Waldbrände haben in Brandenburg am Sonntag mehrere hundert Menschen aus ihren Häusern vertrieben. In Treuenbrietzen südwestlich von Berlin mussten rund 600 Bewohnerinnen und Bewohner die drei Ortsteile Tiefenbrunnen, Frohnsdorf und Klausdorf verlassen. Zuvor hatten sich die Flammen in dem waldreichen Gebiet südlich von Berlin trotz andauernder Löscheinsätze auf etwa 200 Hektar ausgedehnt. Wegen eines weiteren Waldbrands wurden im nahgelegenen Beelitz drei Straßen evakuiert.
Parlamentswahl in Frankreich: Le Pen erfreut über "stärkste Fraktion" seit jeher
Die französische Rechtspopulistin Marine Le Pen hat das unerwartet gute Abschneiden ihrer Partei Rassemblement National bei der Parlamentswahl begrüßt. Ihre Partei werde "die größte Fraktion in der Geschichte (ihrer) politischen Familie" in der Nationalversammlung bilden, sagte sie am Sonntag in Hénin-Beaumont. Nach Umfragen kommt die Partei von derzeit sechs auf 60 bis 100 Sitze.
Woidke schließt weitere Evakuierungen in Brandenburg wegen Waldbränden nicht aus
Angesichts sich ausbreitender Waldbrände schließt Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) weitere Evakuierungen in dem östlichen Bundesland nicht aus. "Wir müssen damit rechnen, dass sich die aktuelle Lage weiter verschärfen kann", sagte Woidke am Sonntagabend im Rundfunksender RBB. Es könne sein, "dass es zu weiteren Evakuierungen kommt".
Überraschungserfolg für Rechtspopulisten bei der Parlamentswahl in Frankreich
Bei der entscheidenden Runde der französischen Parlamentswahl zeichnet sich ein Überraschungserfolg für die rechtspopulistische Partei Rassemblement National ab. Nach ersten Hochrechnungen vom Sonntagabend kommt sie auf 60 bis 100 Sitze. Derzeit haben sie lediglich sechs Abgeordnete. Parteichef Jordan Bardella sprach von einem "Tsunami" für seine Partei. "Das französische Volk hat Emmanuel Macron zu einem Minderheitspräsidenten gemacht", sagte er dem Sender TF1.
Hochrechnungen: Macrons Wählerbündnis vor Verlust der absoluten Mehrheit
Bei der entscheidenden Runde der französischen Parlamentswahl steht Präsident Emmanuel Macrons Wählerbündnis vor einer Schlappe. Nach ersten Hochrechnungen vom Sonntagabend verliert sein Bündnis Ensemble die absolute Mehrheit und kommt nur auf 200 bis 260 Sitze, wobei 289 Sitze für die absolute Mehrheit nötig sind. Das links-grüne Bündnis Nupes kommt demnach auf 150 bis 200 Sitze.
Barca gewinnt die Champions League - Wolff geht leer aus
Handball-Nationaltorwart Andreas Wolff hat mit Vive Kielce seinen ersten Titel in der Champions League denkbar knapp verpasst. Der polnische Meister verlor beim Final Four in Köln am Sonntag das dramatische Endspiel gegen Titelverteidiger FC Barcelona 35:37 (32:32, 13:14) nach Siebenmeterwerfen. Die Katalanen feierten damit zum zehnten Mal den Triumph in der Königsklasse, zudem gewannen sie 1991 den Europapokal der Landesmeister.
Geringe Beteiligung auch bei zweiter Runde der Parlamentswahl in Frankreich
Bei der zweiten Runde der Parlamentswahl in Frankreich am Sonntag hat sich eine geringe Wahlbeteiligung abgezeichnet. Laut dem Innenministerium in Paris lag die Beteiligung bis 17.00 Uhr bei 38,11 Prozent, in der ersten Runde hatte sie um diese Zeit bei 39,42 Prozent gelegen. Mit 38,11 Prozent war sie aber höher als bei der Parlamentswahl 2017 um diese Zeit (35,33 Prozent).
Temperaturen in Deutschland steigen bei Hitzewelle bis auf 39 Grad
Die erste Hitzewelle des Jahres hat am Wochenende weite Teile Deutschlands mit extremen Temperaturen im Griff gehabt. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) registrierte am Sonntagnachmittag nach eigenen Angaben laut vorläufigen ersten Messungen an mehreren Wetterstationen in den Bundesländern Thüringen, Sachsen und Brandenburg Werte von 38 Grad und mehr. In Cottbus wurde mit 39,2 Grad ein neuer Temperaturrekord für die zweite Junidekade gemessen.
Nach Drama um Schweizerin: WM-Bronze für Müller/Tillmann
Die Beachvolleyballerinnen Cinja Tillmann und Svenja Müller haben im Schatten eines Dramas den bislang größten Erfolg ihrer Karriere verbucht. Bei der WM in Rom holte das Duo aus Hamburg und Düsseldorf Bronze - weil die Schweizerinnen Joana Heidrich und Anouk Verge-Depre im Spiel um Platz drei aufgrund einer offenbar schweren Schulterverletzung Heidrichs aufgeben mussten.
Zwei Tote bei Absturz von Ultraleichtflugzeug im bayerischen Gauchsdorf
Beim Absturz eines Ultraleichtflugzeugs im bayerischen Gauchsdorf sind am Sonntag die beiden Insassen ums Leben gekommen. Nach Angaben der Polizei in Nürnberg war das Fluggerät beim Landeanflug auf eine Flugplatz auf einen Acker gestürzt und schwer beschädigt worden.
Titel-Hattrick: Alba Berlin ist deutscher Basketball-Meister
Alba Berlin ist zum dritten Mal in Folge deutscher Basketball-Meister. Die Mannschaft von Trainer Israel Gonzalez gewann am Sonntag das vierte Finalspiel bei Bayern München nach einer überlegenen Vorstellung 96:81 (52:36) und entschied die Best-of-five-Serie mit 3:1 für sich. Pokalsieger Alba feierte gleichzeitig das sechste Double der Vereinsgeschichte.
AfD beendet Bundesparteitag vorzeitig im Streit
Die AfD hat ihren Bundesparteitag nach einem erbitterten Streit um eine Europa-Resolution vorzeitig beendet. Für den Abbruch stimmten am späten Sonntagnachmittag im sächsischen Riesa 55,65 Prozent der Delegierten, 44,35 Prozent waren dagegen. Ko-Parteichef Tino Chrupalla sprach von einem "sehr kontroversen Tag". Er hoffe dennoch, dass die AfD nach der Neuwahl ihrer Spitze ein "Aufbruchssignal" nach außen tragen könne.
Temperaturen in Deutschland steigen bei Hitzewelle bis auf 38 Grad
Die erste Hitzewelle des Jahres hat am Wochenende weite Teile Deutschlands mit extremen Temperaturen im Griff gehabt. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) registrierte am Sonntagnachmittag nach eigenen Angaben laut vorläufigen ersten Messungen an mehreren Wetterstationen in den Bundesländern Thüringen, Sachsen und Brandenburg Werte von 38 Grad. Vielerorts lagen die Temperaturen zudem nur knapp darunter.
Berliner SPD bestätigt Giffey und Saleh als Landeschefs
Ein Landesparteitag der Berliner SPD hat die Landesvorsitzenden Franziska Giffey und Raed Saleh in ihren Ämtern bestätigt. Die Delegierten wählten am Sonntag die beiden bisherigen Landeschefs erneut zu Vorsitzenden. Gegenkandidaturen gab es nicht.
Tennis: Medwedew verliert auch das Finale von Halle
Zweites Rasenfinale, zweite klare Niederlage: Der Tennis-Weltranglistenerste Daniil Medwedew hat den Titel in Halle/Westfalen verpasst. Der Russe, der im Halbfinale am Samstag Oscar Otte (Köln) bezwungen hatte, unterlag Hubert Hurkacz (Polen) chancenlos mit 1:6, 4:6. Bereits am vergangenen Sonntag hatte Medwedew im niederländischen 's-Hertogenbosch im Endspiel deutlich verloren.
Pro Asyl fordert von Bundesregierung aktiveren Flüchtlingsschutz
Anlässlich des Weltflüchtlingstages am Montag hat die Menschenrechtsorganisation Pro Asyl von der Bundesregierung mehr Einsatz für den Schutz von Geflüchteten in Europa gefordert. Insbesondere das Asylrecht sei "existenziell in Gefahr - weltweit und in Europa", erklärte die Organisation am Sonntag. Sie verwies auf De-facto-Haftlager an EU-Außengrenzen und Zurückweisungen von Geflüchteten ohne Prüfung von deren Asylwunsch durch mehrere Mitgliedstaaten der EU.
Entscheidung zwischen Ex-Guerillero und Multimillionär bei Stichwahl in Kolumbien
In Kolumbien haben die Wähler am Sonntag in der zweiten Wahlrunde über den künftigen Präsidenten abgestimmt. In der Stichwahl standen sich der frühere Guerillakämpfer Gustavo Petro und der reiche Bauunternehmer Rodolfo Hernández gegenüber. Petro war als klarer Sieger aus der ersten Wahlrunde Ende Mai hervorgegangen. Hernández landete als unabhängiger Kandidat auf Platz zwei. Der konservative Amtsinhaber Iván Duque konnte aufgrund einer Verfassungsregelung nicht erneut kandidieren.
Offener Streit um Europa-Resolution auf AfD-Parteitag in Riesa
Auf dem AfD-Parteitag in Riesa ist am Sonntagnachmittag ein erbitterter Streit über eine Europa-Resolution entbrannt. AfD-Rechtsaußen Björn Höcke warb für den Text; die neue Doppelspitze aus Alice Weidel und Tino Chrupalla plädierte dafür, ihn in der vorliegenden Form nicht zu beschließen. Ein entsprechender Antrag Chrupallas wurde allerdings mit 210 zu 208 Stimmen abgelehnt.
Mehr als hundert Flüchtlinge vor Mykonos aus Ägäis gerettet
Vor der griechischen Insel Mykonos sind am Sonntagmorgen 108 Bootsflüchtlinge aus der Ägäis gerettet worden. Vier weitere Menschen wurden noch vermisst, wie die griechische Küstenwache mitteilte. Demnach begann am Samstagabend eine großangelegte Rettungsaktion rund drei Kilometer südlich der Insel Delos. Unter den Geretteten waren 24 Frauen und 21 Kinder. Drei Menschen mussten auf Mykonos ärztlich versorgt werden.
Polizei beschlagnahmt bei Grenzkontrolle in Bayern mehr als 170 Schusswaffen
Bei einer Grenzkontrolle wegen des bevorstehenden G7-Gipfels hat die Bundespolizei in Bayern in einem Lastwagen rund 170 völlig unzureichend gesicherte Gewehre und Pistolen beschlagnahmt. Die Waffen seien nur in Kartons befördert worden, teilte die Behörde am Sonntag in München mit. Insgesamt handelte es sich um 167 Schrotflinten verschiedenen Typs und fünf Pistolen.
Rutte entschuldigt sich bei ehemaligen Blauhelmsoldaten von Srebrenica
Der niederländische Regierungschef Mark Rutte hat sich bei den ehemaligen Blauhelmsoldaten seines Landes für fehlende Unterstützung im Einsatz im Bosnienkrieg in Srebrenica entschuldigt. "Fast 27 Jahre später sind manche Worte immer noch nicht gesagt worden", sagte Rutte am Samstag bei einem Treffen mit Veteranen. "Ich entschuldige mich heute im Namen der niederländischen Regierung."
UNO muss Essensrationen für Flüchtlinge in Afrika verkleinern
In zahlreichen Ländern Ost- und Westafrikas müssen die Vereinten Nationen die Essensrationen für Flüchtlinge wegen steigender Nachfrage bei zugleich fehlenden Finanzmitteln kürzen. Für drei Viertel der Flüchtlinge in Ostafrika, die durch das Welternährungsprogramm (WFP) versorgt werden, seien die Rationen um bis zu 50 Prozent verringert worden, teilte die UNO am Sonntag mit. Am stärksten davon betroffen seien Flüchtlinge in Kenia, Südsudan und Uganda.
Streit unter Kindern löst Schlägerei und Massenauflauf in Dortmund aus
Ein Streit unter Kindern im nordrhein-westfälischen Dortmund hat einen gewaltsamen Streit unter Familien und einen erheblichen Menschenauflauf verursacht. Nach Angaben der Polizei vom Sonntag zählten Einsatzkräfte während des Vorfalls vom Freitagabend am Rande eines städtischen Platzes etwa 100 Menschen, von denen sich acht bis zehn aktiv an einer Schlägerei beteiligten. Bei den restlichen Anwesenden habe es sich um "Schaulustige" gehandelt.