Letzte Nachrichten
Besetzung des irakischen Parlaments durch Sadr-Anhänger dauert an
Hunderte Anhänger des einflussreichen Schiiten-Führers Moktada Sadr haben am Sonntag weiter im irakischen Parlament in der Hauptstadt Bagdad ausgeharrt. Am Nachmittag rief Sadr zu einer Ausweitung der Proteste auf, was von seinen Gegnern als "Aufruf zum Staatsstreich" gewertet wurde. Die UNO und die Europäische Union äußerten sich angesichts der Lage besorgt.
Queen gratuliert englischer Frauen-Nationalmannschaft zum EM-Sieg
Die britische Königin Elizabeth II. hat den englischen Fußballerinnen zu ihrem ersten Sieg bei einer Europameisterschaft gratuliert. Das 2:1 nach Verlängerung im Finale gegen Deutschland im Londoner Wembley-Stadion sei eine "Inspiration für Mädchen und Frauen heute und für zukünftige Generationen", erklärte die 96-jährige Monarchin am Sonntagabend.
Messi, Neymar und Ramos schießen PSG zum ersten Saisontitel
Der französische Meister Paris St. Germain hat den ersten Titel der Saison eingefahren. Beim 4:0 (2:0) im Super-Cup-Finale gegen Pokalsieger FC Nantes trafen die Superstars Lionel Messi (22.), Neymar (45.+5/81. Foulelfmeter) und Sergio Ramos (57.) für das Team von Trainer Christophe Galtier.
Sadr-Anhänger halten irakisches Parlament besetzt
Hunderte Anhänger des einflussreichen Schiiten-Führers Moktada Sadr haben am Sonntag weiter im irakischen Parlament in der Hauptstadt Bagdad ausgeharrt. Freiwillige verteilten am Morgen Suppe, gekochte Eier, Brot und Wasser an die Besetzer, die in der Volksvertretung ein religiöses Fest feierten. Am Nachmittag rief Sadr zu einer Ausweitung der Proteste auf. Die UNO und die Europäische Union äußerten sich angesichts der Lage besorgt.
2:0-Führung reicht nicht: Hertha-Pokalpleite in Braunschweig
Übler Fehlstart für Sandro Schwarz und Hertha BSC: Schon nach dem Debüt des neuen Trainers ist für den Bundesligisten der DFB-Pokal nach der ersten Runde überraschend beendet. Trotz einer 2:0-Pausenführung verloren die Berliner beim Zweitliga-Aufsteiger Eintracht Braunschweig mit 6:5 im Elfmeterschießen. Nach 120 spektakulären Minuten hatte es 4:4 gestanden. Damit ist sechs Tage vor dem Lokalderby bei Union Berlin Unruhe programmiert.
Blauhelmsoldaten töten zwei Menschen im Osten der Demokratischen Republik Kongo
Im seit Jahren von Gewalt erschütterten Osten der Demokratischen Republik Kongo haben UN-Blauhelme mindestens zwei Menschen getötet und mehrere weitere verletzt. Am Sonntag hätten einige der im Friedenseinsatz befindlichen Soldaten aus "ungeklärter Ursache" das Feuer eröffnet, erklärte die UN-Mission Monusco. Es habe bereits Festnahmen gegeben.
Ohne Anführerin Popp: DFB-Frauen verlieren Final-Kampf von Wembley
Tränen statt Triumph: Ohne ihre Anführerin Alexandra Popp haben die deutschen Fußballerinnen den ersehnten neunten EM-Titel nach einem Kampf auf Biegen und Brechen knapp verpasst. Der Rekordeuropameister verlor das Finale von Wembley 1:2 (1:1, 0:0) nach Verlängerung gegen Gastgeber England und kassierte damit seine erste EURO-Endspielniederlage.
NBA-Legende Russell mit 88 Jahren gestorben
Die nordamerikanische Basketball-Profiliga NBA trauert um eine ihrer größten Legenden: Bill Russell, erfolgreichster Spieler der Geschichte, ist am Sonntag im Alter von 88 Jahren verstorben. Dies teilten die Angehörigen Russells über dessen Twitter-Account mit.
Europäischer Gerichtshof entscheidet über Sperrfristregelung bei Kindergeld
Der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg entscheidet am Montag (09.30 Uhr) über eine deutsche Kindergeldregelung. Es geht um die dreimonatige Sperrfrist für neu zugezogene EU-Bürger, die in Deutschland keine Einkünfte erzielen. Das Finanzgericht Bremen fragt den EuGH nach der Vereinbarkeit einer Regel mit EU-Recht. (Az. C-411/20)
Bei Parlamentswahlen im Senegal zeichnet sich niedrige Beteiligung ab
Bei den Parlamentswahlen im Senegal hat sich am Sonntag eine niedrige Wahlbeteiligung abgezeichnet. Am frühen Nachmittag hatten Kreisen des Innenministeriums zufolge 22 Prozent der Berechtigten ihre Stimme abgegeben. Sieben Millionen Senegalesen waren aufgerufen, die 165 Abgeordneten des Parlaments für die kommenden fünf Jahre zu wählen. Die Wahl gilt als wichtiger Test für die Präsidentschaftswahlen 2024.
Silos im Hafen von Beirut zwei Jahre nach Katastrophe teilweise eingestürzt
Im Hafen der libanesischen Hauptstadt Beirut sind am Sonntag fast auf den Tag genau zwei Jahre nach der verheerenden Explosion dort die damals schwer beschädigten Getreidesilos teilweise eingestürzt. Örtliche Medien berichteten von zwei kollabierten Türmen im nördlichen Bereich der Silos, AFP-Journalisten beobachteten eine Staubwolke über dem Hafengebiet. Der Einsturz war erwartet worden, rund um das betroffene Gebiet hatten seit über zwei Wochen Brände gewütet.
Zahl der Todesopfer nach Überschwemmungen in Kentucky steigt auf mindestens 26
Nach den starken Überschwemmungen im US-Bundesstaat Kentucky ist die Zahl der Todesopfer auf mindestens 26 gestiegen. Gouverneur Andy Beshear sagte am Sonntag im Fernsehsender NBC, dass die Rettungskräfte "noch wochenlang Leichen finden werden". Die US-Wetterbehörde National Weather Service warnte indes vor weiteren Überschwemmungen in weiten Teilen der USA.
Van Vleuten fliegt zum Tour-Sieg - trotz drei Radwechseln
Die niederländische Olympiasiegerin Annemiek van Vleuten hat Radsport-Geschichte geschrieben und die Premiere der Tour de France Femmes gewonnen. Trotz großen Materialpechs siegte die 39-Jährige vom Team Movistar bei der der spektakulären Bergankunft auf der Planche des Belles Filles nach einer gewaltigen Energieleistung und behauptete das am Vortag übernommene Gelbe Trikot.
Russland nimmt südukrainische Stadt Mykolajiw unter heftigen Beschuss
Die russische Armee hat die südukrainische Stadt Mykolajiw am Wochenende unter heftigen Beschuss genommen. Die Stadt sei am Sonntagmorgen "massiv" und "wahrscheinlich so stark wie nie" beschossen worden, erklärte der Bürgermeister Oleksandr Senkewytsch im Online-Dienst Telegram. Unter den Toten in Mykolajiw ist ein bekannter ukrainischer Getreidehändler. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj forderte indes die Einwohner der östlichen Region Donezk auf, ihre Heimat aufgrund der russischen Angriffe zu verlassen.
Formel 1: Verstappen gewinnt in Ungarn
Weltmeister Max Verstappen (Niederlande/Red Bull) hat den Großen Preis von Ungarn gewonnen und seine Führung in der WM-Wertung weiter ausgebaut. Für Verstappen, vom zehnten Startplatz aus ins Rennen gegangen, war es der achte Sieg im 13. Saisonrennen. Die Plätze zwei und drei belegte das britische Mercedes-Duo Lewis Hamilton und George Russell. Es ist das zweite Mercedes-Doppelpodium in diesem Jahr nach Frankreich in der vergangenen Woche.
SPD und Grüne drängen FDP zu Zugeständnissen bei Übergewinnsteuer
SPD und Grüne drängen den Koalitionspartner FDP, den Widerstand gegen eine Übergewinnsteuer aufzugeben. "Die SPD wird einen neuen Anlauf nehmen, eine Übergewinnsteuer für Konzerne einzuführen, die sich an der Krise bereichern", sagte Parteichefin Saskia Esken der "Neuen Osnabrücker Zeitung" vom Samstag. Grünen-Chefin Ricarda Lang sagte am Sonntag im ZDF, mit einer solchen Steuer könnten im Herbst weitere Entlastungen für Bürgerinnen und Bürger finanziert werden.
Ex-Präsident der Philippinen Fidel Ramos stirbt mit 94 Jahren
Der frühere Präsident der Philippinen, Fidel Ramos, ist tot. Ramos, der das Land von 1992 bis 1998 regiert hatte, starb nach Angaben seiner Familie und offizieller Stellen am Sonntag im Alter von 94 Jahren. Zur Todesursache gab es zunächst keine Angaben. Unter Ramos' Regierung erlebten die Philippinen eine Phase des Friedens und des wirtschaftlichen Wachstums.
DIHK fordert radikales politisches Umsteuern für Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit
Präsident und Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) haben am Wochenende in einem internen Brief an die DIHK-Gremien ein radikales politisches Umsteuern in vielen Bereichen gefordert. Dies sei nötig, um im Wettbewerb mithalten zu können, heißt es in dem Schreiben von Präsident Peter Adrian und Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben, das der Nachrichtenagentur AFP vorliegt. Deutschland müsse nicht nur beim Ausbau der regenerativen Energien und bei Infrastrukturprojekten schneller werden, auch schnellere Planungs- und Genehmigungsverfahren seien notwendig.
Türkei: Erstes Schiff mit ukrainischem Getreide startet wohl am Montag
Das erste Schiff seit Monaten mit ukrainischem Getreide für den Weltmarkt dürfte nach Einschätzung der türkischen Führung am Montag den Hafen von Odessa verlassen. Es gebe "eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass das erste Schiff morgen früh losfahren kann", sofern bis Sonntagabend alles geklärt sei, sagte Ibrahim Kalin, der Sprecher des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan am Sonntag im privaten Fernsehsender Kanal 7.
Senegal wählt Parlament - Test für Präsident Macky Sall
Im Senegal haben die Bürger am Sonntag ein neues Parlament gewählt. Sieben Millionen Senegalesen waren aufgerufen, die 165 Abgeordneten des Parlaments für die kommenden fünf Jahre zu wählen. Die Wahl gilt als wichtiger Test für die Präsidentschaftswahlen in zwei Jahren. Die Partei mit den meisten Sitzen im Parlament stellt den Regierungschef.
Tausende Sadr-Anhänger halten irakisches Parlament besetzt
Hunderte Anhänger des einflussreichen Schiiten-Führers Moktada Sadr haben am Sonntag weiter im irakischen Parlament in der Hauptstadt Bagdad ausgeharrt. Freiwillige verteilten am Morgen Suppe, gekochte Eier, Brot und Wasser an die Besetzer, die in der Volksvertretung ein religiöses Fest feierten. Die UNO und die Europäische Union äußerten sich angesichts der Eskalation besorgt.
Kampf gegen Waldbrände in Sachsen geht weiter
Knapp eine Woche nach Beginn der Feuer haben in Sachsen am Sonntag noch immer großflächig Waldgebiete gebrannt. "Das Feuer wandert bis in die Humusschicht des Waldbodens", sagte der Sprecher des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, Thomas Kunz. Im brandenburgischen Landkreis Elbe-Elster hat sich die Lage dagegen entspannt.
Russland sieht USA und Nato als "größte Bedrohungen" für nationale Sicherheit
Russland sieht die USA und die Nato als "größte Bedrohungen" für seine nationale Sicherheit. Die neue Marine-Doktrin, die Präsident Wladimir Putin am Sonntag im Rahmen einer feierlichen Marineparade in St. Petersburg unterzeichnete, benennt konkret Washingtons "strategisches Ziel, die Weltmeere zu dominieren," und die "Annäherung der militärischen Infrastruktur der Nato an die russischen Grenzen" als Gefahren. Außerdem will Moskau demnach seine Position in der Arktis stärken.
Lufthansa-Piloten stimmen mit großer Mehrheit für möglichen Arbeitskampf
Die Mitglieder der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit haben mit großer Mehrheit für einen möglichen Arbeitskampf gestimmt, um ihren Tarifforderungen gegenüber der Lufthansa Nachdruck zu verleihen. Das Ergebnis führe aber "noch nicht zwangsläufig zu Streikmaßnahmen", erklärte Cockpit bei Bekanntgabe des Abstimmungsergebnisses am Sonntag. Die Vereinigung wolle nun zunächst "mit gestärktem Rücken in weitere Gespräche" mit der Lufthansa gehen, sagte ein Sprecher zur Nachrichtenagentur AFP.
Selenskyj ruft zu Evakuierung der Region Donezk auf - Süden weiter unter Beschuss
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die Bewohner der Region Donezk aufgefordert, das Gebiet im Osten der Ukraine zu verlassen. "Bitte, evakuieren Sie", sagte er am Samstagabend in einer Videoansprache mit Blick auf die russischen Angriffe. Die Ukraine wies derweil russische Anschuldigungen zurück, durch einen Drohnenangriff auf den Generalstab der russischen Schwarzmeerflotte auf der Krim sechs Menschen verletzt zu haben. Aus dem Süden der Ukraine wurden zudem neue, schwere Angriffe gemeldet.
Putin: Moderne Hyperschall-Rakete für russische Flotte "in den kommenden Monaten"
Die russische Flotte wird laut Präsident Wladimir Putin schon bald mit neuen Hyperschall-Raketen vom Typ Zirkon ausgestattet. "Ihre Auslieferung an die russischen Streitkräfte wird in den nächsten Monaten beginnen", sagte Putin am Sonntag bei einer Marineparade in St. Petersburg. Diese hochmoderne Waffe kenne "kein Hindernis".
Lufthansa-Piloten stimmen mit großer Mehrheit für möglichen Streik
Die Mitglieder der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit haben mit großer Mehrheit für einen möglichen Streik gestimmt, um ihren Tarifforderungen gegenüber der Lufthansa Nachdruck zu verleihen. Bei einer Beteiligung von 93,2 Prozent bei der Deutschen Lufthansa hätten sich 97,6 Prozent für die Ziele der Tarifkommission ausgesprochen, teilte Cockpit am Sonntag in Frankfurt am Main mit. Das Ergebnis führe "noch nicht zwangsläufig zu Streikmaßnahmen", sei aber "ein unüberhörbares Signal", die "Bedürfnisse des Cockpitpersonals ernst zu nehmen".
Kanuslalom-WM: Herzog und Tasiadis holen Gold im Canadier
Die Tokio-Dritten Andrea Herzog und Sideris Tasiadis haben bei der Heim-WM in Augsburg die Titel im Canadier gewonnen. Die 22-Jährige aus Leipzig drehte im Eiskanal im letzten Teil des Laufs auf und triumphierte trotz Stangenberührung mit einem Vorsprung von 0,92 Sekunden auf Topfavoritin Jessica Fox aus Australien. Für sie war es der zweite Titel bei Weltmeisterschaften nach 2019.
Philologenverband fordert Priorisierung der Schulen bei Gasversorgung
Der Deutsche Philologenverband fordert, Schulen im Winter bei der Gasversorgung zu priorisieren. "Wir müssen sicher sein, dass Schulen priorisiert mit Gas versorgt werden und weder Schülerinnen und Schüler noch ihre Lehrkräfte frieren müssen", sagte die Vorsitzende Susanne Lin-Klitzing der "Welt" (Montagsausgabe). Zudem müssten die Schulen wegen der zu erwartenden hohen Coronazahlen "materiell und rechtssicher für einen digital unterstützten Unterricht ausgestattet" werden.
Kanuslalom-WM: Herzog holt Gold im Canadier
Tokio-Bronzemedaillengewinnerin Andrea Herzog hat bei der Heim-WM in Augsburg mit einem furiosen Lauf den Titel im Canadier gewonnen. Die 22-Jährige aus Leipzig drehte im Eiskanal im letzten Teil des Laufs auf und triumphierte trotz Stangenberührung mit einem Vorsprung von 0,92 Sekunden auf Topfavoritin Jessica Fox aus Australien. Für Herzog war es der zweite Titel bei Weltmeisterschaften nach 2019.
Bericht: Prinz Charles nahm Millionen-Spende der Bin-Laden-Familie an
Die Familie des einstigen Al-Kaida-Chefs Osama bin Laden hat einem Medienbericht zufolge vor einigen Jahren eine Spende von einer Million Pfund an eine Wohltätigkeitsorganisation von Prinz Charles geleistet. Der britische Thronfolger habe sich 2013 in London mit Bin Ladens Halbbruder Bakr bin Laden getroffen und die Spende für den Prince of Whales Charitable Fund (PWCF) trotz des Abratens mehrerer Berater angenommen, berichtete die "Sunday Times".
Neue BA-Chefin Nahles: Zeit für Generalüberholung von Hartz IV
Die ab Montag amtierende neue Chefin der Bundesagentur für Arbeit (BA), Andrea Nahles, sieht im von der Ampel-Regierung geplanten Bürgergeld die "Chance, mit dem Kapitel Hartz abzuschließen". Hartz IV entstamme einer Zeit, als die Arbeitslosenquote bei knapp zehn Prozent gelegen habe, sagte Nahles dem "VBW-Unternehmermagazin". Damals seien auf einen Vermittler 500 Arbeitslose gekommen. "Heute ist die Lage besser, da kann man sich auch intensiver um die Menschen, die eine umfangreiche Unterstützung brauchen, kümmern."